März 2003:  25 Jahre Restaurant Kreuzkrug

 

Die Austmanns führen »Kreuzkrug« 25 Jahre

Historisches Ambiente und Top-Gastronomie
Von Jürgen Rahe (Text und Fotos)

 

Bielefeld-Dornberg (WB). "Wir sagten uns immer, das schaffen wir schon, und heute glaube ich, mit unserer Devise goldrichtig gelegen zu haben." Das betont Heike Austmann, Chefin des renommierten und traditions- reichen Dornberger Restaurants "Kreuzkrug". Vor genau 25 Jahren trafen Karl-Hermann Austmann und seine junge Frau Heike die Entscheidung, den alten Familienbesitz nach vollständiger Renovierung zu über- nehmen und ihn in vierter Generation neu zu eröffnen.

   In der Tat erkannte man den "neuen Kreuzkrug" im März 1978 kaum wieder. Im modern gestalteten Gebäude verband sich auf Anhieb das historische Ambiente mit engagierter Spitzengastronomie. Besitzer Karl-Hermann Austmann (53) zieht zum Doppeljubiläum - vier Tage vor der Kreuzkrug- Eröffnung im März 78 hatte er seine Frau Heike geheiratet und die beiden sich in der Dornberger Peterskirche das Jawort gegeben -zufrieden Zwischenbilanz: "Der Qualitäts- gedanke sowie die persönliche Betreuung unserer Gäste stand in all den Jahren immer oben an. Die derzeit wirt- schaftlichen Zeiten sind zwar nicht einfach, doch wir wissen um unser Können, stellen uns weiterhin den Anforderungen und blicken mit Zuversicht nach vom."
   Flexibel auf die Wünsche der Gäste zu reagieren, ist auch so eine Devise, die Karl-Hermann und Heike Austmann stets verfolgt haben. Meisterkoch Austmann: "Um gastronomisch erfolgreich zu sein, muss man sich schon dem allgemeinen

Trend anpassen. Gefragt ist heute nicht nur die leichte Kost, sondern in Abständen auch die eine oder andere Speziali- tätenwoche." Wie etwa im Moment, da im Kreuzkrug die Sudtiroler Küche Einzug gehalten hat.
   »Genuss hat Geschichte...«, so heißt es in dem Will- kommensgruß des Restaurants. Und die könne der Gast im Kreuzkrug erleben -und schmecken. Bereits 1827 wurde der Kreuzkrug als Posthalterei gegründet und befindet sich von Beginn an im Familienbesitz.
   Den Kreuzkrug zu neuer Blüte zu führen, war in den 70-er Jahren das erklärte Ziel von Karl-Hermann Austmann. Gesagt, getan. Unter anderem wurden auch ein großer Festsaal sowie das bei Gästen sehr beliebte "Brunnenstübchen" neu eingeweiht.
   Der Gedanke, dem Komplex ein Hotelgebäude anzu- schließen, kam Karl-Hermann Austmann Anfang der 90er Jahre, als die Fußballprofis des FC Bayern München gleich dreimal bei ihm eingekehrt waren. Diese Expansionspläne hörten sich gut an, doch mit unternehmerischem Weitblick war Vorsicht geboten. Heute bedauert Karl-Hermann Austmann angesichts der allgemeinen Konjunkturschwäche seine damals etwas zögerliche Haltung nicht. Die Hotel- pläne wurden später "ad acta" gelegt. Beim Blick nach vom aus Restaurant-Sicht ist dem passionierten Mitglied der "Domberger Schützen" alles andere als Bange. Auch deshalb schon, weil Sohn Stefan (23) in seine Fußstapfen trat und ebenfalls den Kochberuf erlernte. Die Krönung dabei ist, Stefan Austmann soll einmal den Kreuzkrug in der fünften Generation übernehmen.

 

Westfalen Blatt  19. März 2003

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